Der Eigensinn ist ein hartnäckiges Beharren auf einer Meinung oder Absicht. Dass dabei der Rat anderer zwar gehört, innerlich abgewogen, aber nur der eigenen Intention gefolgt wird, gehört zum Wesen des Eigensinns.
Herausragende Vertreter des positiven Eigensinns sind Jesus Christus, Gautama Buddha, Mahatma Gandhi, Galileo Galilei, Johann Wolfgang von Goethe, Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, man könnte die Liste beliebig verlängern. Immer aber sind es Menschen, die ihrer inneren Stimme gefogt sind. Dass der Eigensinn sich auch negativ bemerkbar machen kann, besonders bei kleinen Geistern, gehört zum Wesen des Eigensinns. Vielfach wird der egoistische Eigensinn aber auch als Unbotmässigkeit und Nicht-folgsam-sein gebranntmarkt, besonders von diktatorisch und faschistisch eingestellten Menschen.
Der Eigensinn scheint
aber ein Sinn zu sein, der zunächst dumpf im materiebewussten Menschen auf mentale Starre und Dumpfheit ausgerichtet ist. Mit zunehmender
Lebensdurchsetzung entsteht Leidenschaft, die jedoch zumeist Leiden schafft. Mit der Überwindung des Leidens und zunehmender Lebenserfahrung entsteht Weisheit, die ihren höchsten Ausdruck im Mitgefühl des mitfühlenden Menschen hat.
